Instagram für die Baubranche
- Goldgrube oder akuter Blödsinn?!

„Jede Trockenbau-Firma und auch jeder Heizungsbauer sollte einen Instagram-Account besitzen.“
Wilde Theorie. Schauen wir in die Kreise der klassischen Insta-Nutzer, dann folgen die wenigsten aktiv einem Unternehmensaccount, schon gar nicht aus dieser Branche. Warum auch? Wie unterhaltsam soll der Content sein? Wenn man nicht wirklich eine Type ist wie Fynn Kliemann oder seine Projekte minutiös begleiten möchte inkl. entsprechender Muße die es braucht, diesen Content in Form zu gießen, dann wird’s schon sehr schwierig. Also solltest du das Thema skippen? Nicht unbedingt. Hier erfährst du warum.

Definitiv wäre das Thema eines für die weniger dringende Prio 2 auf der Marketing-Checkliste.
Und definitiv sind hier nicht die Anzahl von Likes auf Postings und Follower-Zahlen das Maß der Dinge.
Machen wir uns aber mal bewusst, wie sich Kunden und potenzielle Mitarbeiter im Netz bewegen, dann ergibt sich schon ein knackigerer Spannungsbogen.

Wie potenzielle Kunden durch deinen Instagram-Kanal überzeugt werden

Mögliche Kunden sind gerade in der Baubranche auf der Suche nach vertrauenswürdigen Partnern. Werden diese Kunden auf deine Firma aufmerksam, machen sie sich im Netz schlau. Natürlich ist eine ansprechende Website dabei die erste Anlaufstelle. Pflegst du aber auch deine Social Media Kanäle, dann wird die Google-Suchergebnis-Seite eben diese gleich nach deiner Website ausspielen. Und was findet dein potenzieller Kunde hier im besten Fall vor? Aktuelle Posts zu laufenden Projekten, die ihm sagen, dass du voll im Auftragssaft stehst und welche Projekttypen du so bedienst. Womöglich findet er ganz ähnliche Projekte, passend zu dem er gerade auf der Suche nach einem Auftragnehmer ist. Vielleicht kennt er die Objekte, die ihr da in Projekten präsentiert und denkt entzückt „Ach was, das haben die gemacht? Sehr cool, das hat mir schon immer gut gefallen!“ Neben diesen Inhalten findet er Postings über Neueinstellungen vor, was den Rückschluss nahe legt, dass es um deine Auftragslage gut steht und du wachstumsorientiert arbeitest.

Erfolgreich absolvierte Weiterbildungen deiner Mitarbeiter suggerieren, dass ihr auf dem neuesten Stand arbeitet. Wertvolle Service-Posts und Wartungstipps lassen auf deine
Serviceorientierung schließen – hier ist der potenzielle Kunde ggf. schnell versucht deinem Kanal zu folgen, weil er Mehrwertinhalte für die Zukunft verspricht.
Und wenn du dann noch dein Wertesystem präsentieren kannst und das stimmig mit dem deines potenziellen Kunden ist, dann kannst du den virtuellen Sack freudestrahlend zuschnüren.
Auch wenn dieser Kunde keinen einzigen Like dagelassen und auch noch keine Follow-Entscheidung getroffen hat, hat dein Content hier definitiv dazu beigetragen, den Kunden für dich
zu überzeugen.

Wie dein Instagram-Kanal neue Mitarbeiter für dich gewinnt

Schauen wir nun aus der Perspektive künftiger Mitarbeiter. Die Bau-Branche ist wohl wie keine andere durchwachsen von schwierigen Arbeitgebern. Wenn du nun zu den glücklichen zukunftsorientierten

Chefs gehörst, die begriffen haben, dass der Bums nur mit A-Mitarbeitern läuft und Spaß macht, dann investierst du mit Sicherheit einige Mühen, deinen Mitarbeitern ein
optimales Arbeitsumfeld zu schaffen.
Ist nun einer dieser A-Mitarbeiter-Rohdiamanten auf der Suche nach einer (neuen) Arbeitsstelle, dann wird er über kurz oder lang auf deine Stellenausschreibungen auf deiner Website oder in
relevanten Jobbörsen auf deine Firma aufmerksam werden. Was tut er dann? Er sucht nach der Firma, nicht zuletzt um eine vernünftige Bewerbung zu schreiben. Bei der Suche nach deiner Firma
findet er deine Website und gleich darunter deinen mit aktuellen Informationen gepflegten Social Media Kanal. Und jeder weiß: Eine Hochglanzwebsite kann jeder gegen entsprechende Bezahlung
hochziehen. Laufende, authentische Social Media sind da ein ganz anderer Schnack.
Long story short: Er checkt deinen Instagram-Kanal. Findet er hier nun Posts von einem sympathischen Team, von Teamevents an denen er am liebsten selbst teilgenommen hätte, spannende
Projekte von denen er sofort weiß, dass er damit die Chance bekommt sich effektiv weiterzubilden und Posts von erfolgreichen Weiterbildungen der Teammitglieder, dann bekommt er mindestens den
Eindruck, dass die Liste neben dem obligatorischen Obstkorb nicht nur Schall und Rauch, sondern gelebte Realität ist. Findet er dann noch den Traum-Mercedes als Firmentransporter und
das hochwertige Werkzeug in Partner-Postings vor, dann wird sein Herz mit Sicherheit höher schlagen. Auch wenn hier der künftige Kollege keinen Like dagelassen hat und auch nicht zum Follower
avanciert ist, ist die Wahrscheinlichkeit weitaus höher, ihn für eine motivierte Bewertung gewonnen zu haben.

 

Es bleibt aber festzuhalten, dass kein Instagram besser ist, als ein verwaister und ungepflegter Instagram Kanal.
Mit welcher Strategie du nun den Post-Bedarf bedienen kannst, erfährst du in Teil 2 der Serie.

Sophie Liermann

Sophie Liermann

Sophie hat in Kiel Wirtschaftsinformatik studiert, hat in einer Onlinemarketing-Agentur gearbeitet und zuletzt die Marketing-Abteilung eines mittelständisches Unternehmen übernommen.
Sophie Liermann

Sophie Liermann

Sophie hat in Kiel Wirtschaftsinformatik studiert, hat in einer Onlinemarketing-Agentur gearbeitet und zuletzt die Marketing-Abteilung eines mittelständisches Unternehmen übernommen.

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